Die Infantile Cerebralparese (ICP) ist eine frühkindliche Bewegungsstörung, die durch eine Schädigung des unreifen Gehirns entsteht. Sie beeinflusst Muskelspannung, Koordination und Haltung. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen (z. B. spastisch, dyskinetisch, ataktisch) und Schweregrade.
Häufigkeit: In Europa sind grob 2 von 1.000 Kindern betroffen. Diese Seite bietet Orientierung, ersetzt aber keine medizinische Beratung. Bitte wenden Sie sich bei individuellen Fragen an Ihr Versorgungsteam. Quellen: Übersichtsarbeiten und Leitfäden anerkannter Fachgesellschaften.
Hinweis: Informationen dienen der allgemeinen Orientierung. Keine Therapieempfehlung.
- Haltung & Komfort: Eine angepasste Sitzschale unterstützt Becken und Wirbelsäule und reduziert Fehlhaltungen.
- Atmung & Stimme: Aufrechte, stabile Haltung erleichtert das Atmen und Sprechen.
- Essen & Trinken: Sichere Position hilft beim Schlucken und reduziert Verschlucken.
- Kommunikation & Blicksteuerung: Kopfkontrolle und Ausrichtung verbessern Blickkontakt und Gerätebedienung.
- Prävention: Weniger Druckstellen, geringeres Risiko für Skoliose und Schmerzen.
Kleiner Tipp: Regelmäßige Lagewechsel und kurze Pausen fördern die Ausdauer und den Komfort Ihres Kindes.
- Ihr Kind rutscht häufig nach vorne oder zur Seite.
- Rötungen an Sitzbeinhöckern, Rücken oder Schultergurten bleiben länger als 30 Minuten.
- Schmerzen, vermehrte Unruhe oder schnelle Ermüdung beim Sitzen.
- Gurtsystem lässt sich nicht mehr korrekt schließen oder sitzt zu locker/zu fest.
- Wachstumsschübe oder neue Hilfsmittel verändern die Sitzposition.
Wenn Sie eines oder mehrere Zeichen beobachten, sprechen Sie bitte Ihr Versorgungsteam an.
- Positionierungswechsel: Wechseln Sie zwischen Sitzen, Stehen (mit Hilfsmittel) und Liegen – nach Plan und Wohlbefinden.
- Pausen: Kurze Bewegungs- und Dehnpausen entlasten und steigern die Aufmerksamkeit.
- Gurtsysteme: Schrittgurt zuerst, dann Becken- und Schultergurte; prüfen Sie den Sitz regelmäßig.
- Kleidung & Polster: Faltenfreie Kleidung und glatte Polster reduzieren Druckstellen.
- Wachstum im Blick: Markieren Sie Gurtlängen/Positionen, um Veränderungen früh zu sehen.
- Pflege: Bezüge sauber halten; lockere Schrauben und Gurte zeitnah überprüfen lassen.
Checkliste Terminvorbereitung: Fragen, Maße, Fotos – damit der Termin effizient gelingt.
Notizzettel für den Alltag: Beobachtungen zu Sitzdauer, Druckstellen, Gurten – kompakt festhalten.
Vorlage Kostenträger: Übersicht benötigter Unterlagen als Orientierung (kein Rechtsrat).
- Patienteninformationen zu ICP (neutral aufbereitete Leitfäden anerkannter Fachgesellschaften).
- Ratgeber zu Sitzversorgung und Positionierung im Kindesalter.
- Elternnetzwerke und Selbsthilfeangebote mit geprüften Informationen.
Hinweis: Externe Inhalte sorgfältig prüfen; keine Markenempfehlung.